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Bildung

Neue Arbeitsbereiche im Comenius-Institut (2007)

Volker Elsenbast, Albrecht Schöll

Aufgrund von Beschlüssen des Rates der EKD vom 21. Mai 2005, der Kuratorien der Evangelischen Arbeitsstelle Fernstudium für kirchliche Dienste (EAF) und des Frauenstudien- und - bildungszentrums der EKD (FSBZ) sowie des Vorstands und der Mitgliederversammlung des Comenius- Instituts wurden die unselbstständigen EKD-Einrichtungen – neben den genannten auch die religionspädagogische Internetplattform „rpi-virtuell“ – vom Kirchenamt der EKD in das Comenius-Institut überführt. Wissenschaftliche Beiräte begleiten die Arbeit und die Entwicklung der Einrichtungen.

Es ist die Aufgabe der Ev. Arbeitsstelle Fernstudium für kirchliche Dienste (www.eaf-ekd.de) für den kirchlichen Weiterbildungsbedarf konkrete Inhalte in ein fernstudiendidaktisches Profil umzusetzen. Durch aktuell konzipierte Module kann das Element Fernunterricht in sehr unterschiedliche Formen kirchlicher Aus-, Fort- und Weiterbildung integriert werden. Zum Programm gehören auch Kurse zum Studium der alten Sprachen und andere Studienangebote. Die Arbeitsstelle befindet sich zurzeit in Gelnhausen. Die Übersiedelung nach Münster ist für 2008 vorgesehen. Bis Februar 2008 wird die Stelle von Wolfgang Thorns geleitet.

Das Frauenstudien- und -bildungszentrum (www.ekd.de/fsbz) wurde 1991 auf Beschluss der Synode der EKD gegründet. Es hat die Aufgabe, Studien- und Bildungsarbeit von Frauen für Frauen wahrzunehmen sowie Dokumentations-, Öffentlichkeits- und Vernetzungsarbeit zu leisten. Die Studien- und Bildungsangebote richten sich an Frauen aus Landeskirchen und kirchlichen Einrichtungen und Gruppen, Diensten und Werken. Das Zentrum ist auch offen für Frauen aus nichtkirchlichen Bereichen. Das FSBZ hat seinen Sitz im Anna-Paulsen-Haus in Gelnhausen, wird aber 2008 in die Evangelische Akademie in Hofgeismar umziehen. Dr. Kirsten Beuth und Dr. Claudia Janssen sind als Studienleiterinnen tätig.

Die Internetplattform rpi-virtuell (rpi-virtuell.de/) wird von Joachim Happel geleitet und mit Julia Born hauptamtlich betrieben. Christoph Terno unterstützt das Team nebenamtlich. Die Plattform dient der Gestaltung des Religionsunterrichts und der kirchlichen Bildungsarbeit durch Internet-gestützte Beratung, Fortbildung und Austausch von religionspädagogisch Tätigen aus Schule und Kirche. Ehrenamtlich tätige Referentinnen und Referenten übernehmen für bestimmte Aufgaben Verantwortung. Die Einrichtung hat ihren Sitz in Steinau/Hessen.

Die hinzugekommenen Einrichtungen werden künftig organisatorisch in neuen Arbeitsbereichen des CI zusammengeführt. Im Arbeitsbereich V: Online-Bildung/Fernstudien sollen das online-unterstützte Lernen, e-learning und blended learning in den nächsten Jahren weiterentwickelt und verstärkt werden.

Das FSBZ ist dem Arbeitsbereich VI: Gender zugeordnet. Neben der Studien- und Kursarbeit des FSBZ in Hofgeismar werden hier künftig genderbezogenen Grundfragen zu bearbeiten sein. Der Arbeitsbereich schafft die Voraussetzungen dafür, dass genderbezogene religiöse Bildung aus evangelischer Perspektive noch stärker als bisher erarbeitet und dargestellt werden kann.

Die Verantwortlichkeit von Vorstand, Mitgliederversammlung und Leitung des CI haben sich dadurch erheblich erweitert. Aufgaben der Verwaltung und Rechnungslegung wurden bereits übernommen. Alle drei Einrichtungen werden weiterhin von Wissenschaftlichen Beiräten begleitet. Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergeben sich damit stabilere Arbeitsperspektiven und größere Kooperationsmöglichkeiten, aber auch ein erhöhter Koordinations- und Abstimmungsbedarf.

Die Aufgaben der ehemaligen Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Erzieher in Deutschland (AEED) wurden schon vor längerem vom Arbeitsbereich IV Verbands-, Gremien- und Projektarbeit übernommen. In seiner Sitzung im Mai 2007 zog der Vorstand der AEED in Übereinstimmung mit der Leitung des CI ein positives Resümee des Integrationsprozesses.

Ein weiterer Arbeitsbereich VII: Erwachsenenbildung/Weiterbildung wurde eingerichtet und ist zusammen mit der Deutschen Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (DEAE) im Aufbau begriffen.

Die Entwicklungs- und Koordinationsprozesse sind für alle Beteiligten eine besondere und anstrengende Herausforderung. Die Chancen für eine neue Qualität der Kooperation in der Forschungs-, Entwicklungs-, Studien- und Beratungsarbeit sind jedoch eine wertvolle Ressource.
Das Comenius-Institut ist als eine zentrale Forschungs-, Entwicklungs- und Dienstleistungseinrichtung im gesamtkirchlichen Zusammenhang beansprucht und gefordert. Die Erweiterung durch die neuen Arbeitsbereiche stärkt die evangelische Verantwortung für Bildung.

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